Das grafisch sehr gut optimierte Crimson Desert ist dank der VR-Framework von Luke Ross nun auch als First-Person-/Third-Person-VR-Open-World erlebbar. Dank Parallax Occlusion Mapping ist es die erste Open-World in der Steine, Wände, Häuser und Gebirge grafisch/plastisch der höchsten UEVR-Nanite-Qualitätsstufe entsprechen, aufgrund des Mappings aber selbst auf Mittelklassen-PCs ohne Probleme laufen. Die gesamte Open-World nutzt RayTracing und Ray Reconstruction. Die Mod ist so verdammt gut, dass es sich mit den Touch Controllern auf meiner Meta Quest 3 wie ein natives VR Spiel anfühlt. Man kann Kilometer weit über Wälder hinwegblicken und im Sichtfeld ist selbst 500 Meter entfernt das Leben dieser Welt zu beobachten. Im Gegensatz zu Story-RPGs wie RDR2 handelt es sich bei dem Spiel um eine Sandbox-Open-World in welcher man alleine die ersten 20 Stunden nur dafür benötigt sich nach und nach mit allem was die Welt an Fähigkeiten anzubieten hat vertraut zu machen. Hier und da verliert man sich bereits nach wenigen Stunden, schnell ist man mal 2 Stunden Angeln an einem zufällig entdeckten Fluss oder Essen kochen nach der Jagd und dem Einkauf auf dem Markt. Das eigentliche Spiel beginnt nach ca. 20 Stunden Spielzeit. Selbst nach 500 Stunden Spielzeit kann man sich noch an neue Quests / Erforschungen machen oder einfach in der Open World sein Haus mit Haustieren und einer eigenen Farm errichten. Das Spiel hat kein wirkliches Ende, da die kommenden DLCs die Weltkarte und das bisher erlebte ständig erweitern sollen. Zwar ist alles in Chapter unterteilt, aber die muss man nicht machen um durch diese Welt zu streifen wenn man sich anderen Dingen widmen will. Kleidung und Wärme spielt in Höhenlagen eine Rolle, Schlafen, Essen, Kleidung, Tauschen, Handeln, Handwerk, Craften und Luten. Für uns VRlinge ist das eine völlig neue Immersionsstufe, da in dieser Welt alles lebt, alles voll mit Tieren und Menschen mit nachvollziehbaren Aufgaben ist, so dass man sich nach 2 Stunden Spielzeit schnell fragt, weshalb man heute einem Dorf im Wald dabei geholfen hat einen vermissten Bewohner wiederzufinden, statt die Kampfquest von vorgestern fortzusetzen. Niemand hier spawnt einfach so aus dem Nichts, egal ob Libellen, Vögel oder Rehe. Sie sind permanent in der Welt. Wenn man sie verfolgt, sieht man wie sie Nahrung suchen und sich wieder dem Rudel annähern. Menschen reagieren irritiert auf Gewalt in ihrer Umgebung und man muss ihr Vertrauen gewinnen. Das Spiel ist eine einzige Ablenkung, die es zum Ziel hat den roten Faden des Spiel verlieren zu wollen! Zeit und nochmals Zeit benötigt man für dieses Spiel und seine umfangreiche Spiel- und Steuerungsmechanik. Ein Spiel, das einen nie unter Druck setzt, einen den Fortschritt und das Erlernen von Fähigkeiten etc. selbst bestimmen lässt. Die wichtigsten Einstellungen (Testsystem Nvidia 4080 Super): - Das Spiel einmal ohne Mod starten und den Prolog bis zum Betreten der Open-World zuende spielen. - DLSS 4.5 Preset M in den Nvidia Grafikeinstellungen auswählen. - Virtual Desktop Cropping des Bildes auf horizontal 85 und vertikal 80 einstellen - Im Grafikmenü 1 DLSS 4.5 auswählen - Im Grafikmenü 1 DLAA bei einer Auflösung von 2400x2400 auswählen (keine Bange, es sieht fabelhaft scharf aus) - Im Gameplay-Menü die Bewegungsunschärfe auf 0 stellen (dazu etwas runterscrollen, sonst sieht es aus wie ein verwaschenes CRT-Spiel) - Im Grafikmenü 1 Raytracing und Ray-Reconstruction einschalten (nur so schimmert nichts mehr) - Im Grafikmenü 2 das Modelling nur auf Hoch einstellen und die zusätzlichen Wettereffekte ausschalten (dadurch hört das orkanartige Gewehe der Vegetation auf, die Wetterzyklen und Effekte bleiben erhalten) - im VR-Framework von Luke Ross AER 1/3 bei 72hz auswählen - Die Bildstabilisierung im VR-Framework ausschalten (sonst ziehen die schwarzen Ränder in VR nach) So läuft es bei mir butterweich und nirgends bricht die Framerate ein. Selbst Nachts in den Städten ist trotz der enormen RT / RR alles seit dem letzten Update des Spiels ruckelfrei. Sie haben da mit dem letzten Update wohl irgendwas an der Anzahl der Rays in hochbelebten Gegenden verändert, damit alles stabil läuft. Updates kommen gerade alle paar Tage, aber das VR-Framework läuft danach ohne Probleme.
Die Welt und gerade das Wasser sehen ja wirklich grandios aus. Ich glaub aktuell hab ich aber keine Zeit mich in so ein Mammut-Spielprojekt reinzustürzen, aber kommt auf die Wishliste.
Bin gespannt wie lange es mich in den Bahn ziehen wird. Jetzt wo ich eine ganze Reihe von Fähigkeiten drauf habe ist der Reiz enorm die Open-World irgendwie zu erkunden. Das kann man auch ohne Plan machen, was für mich völlig ungewöhnlich für ein Spiel ist. Ich habe schon zum Ziel das irgendwie aufbauend anzugehen, baue gerade das erste Camp und werbe Clanmitglieder an, die sich dann um die täglichen Dinge wie Anbau und Essen zubereiten kümmern. Man kann auch stehlen oder sich überall Geld verdienen (gibt sogar Bankhäuser wo du Wertpapierhandel betreiben kannst oder die man versucht auszurauben). Jedes Haus in dieser Welt kann man auf die eine oder andere Art betreten. Aber so wie ich es bisher verstanden habe streift man am besten mit einem Clan durch die Welt und baut sich etwas durch Verdienste auf, so dass sich irgendwann die NPCs um die Versorgung kümmern. Nur Kohle muss halt her. Ohne Youtube bekomme ich da wenig auf die Kette, da ich berufstätig bin und mich nicht jeden Tag stundenlang in dieser gewaltigen VR-Welt verlieren kann. Ich betrachte es als eine immersive Eskapismus-Erfahrung die ich immer wieder zwischendurch aufleben lassen kann.
Wie steuert es sich denn, in der normalen Bewegung und im Kampf? Hätte schon Lust auf ein umfangreiches OpenWorld Spiel in VR, aber es muss sich auch flüssig spielen und nicht lauter Kompromisse eingehen. Mein Standard ist da nicht so hoch, Vanilla Skyrim VR würde mir reichen.
Die Steuerung ist Anfangs gewöhnungsbedürftig. Da das Spiel aber ausreichend Zeit einräumt festigt sich die Handhabung von Stunde zu Stunde. Ich spiele es mit einem PS5 Controller oder auch via Virtual Desktop mit den Touch Controllern (mappen dann 1:1 den Controller). Normale Bewegungen sind mühelos, bei den Kämpfen müssen sich neben den einfach Schwertschlägen (R1+R2) oder Bogen (L1) einige Button-Kombination für Tritte etc. einprägen. Hat man aber nach 1-2 Kämpfen und etwas Übung drauf. Die Kämpfe sind ziemlich wuchtig und die Gegner greifen auch manchmal aus unterschiedlichen Richtungen gleichzeitig an. Drückt man R3 lädt man seine Hände mit Energie auf (Geist) und beim Loslassen gibt es dann eine Druckwelle wodurch Gegner weggestoßen werden. Angriffe führt man wechselnd mit R1 (langer Schwertschlag) und R2 (Schwertstich) aus, so dass der Gegner keine Luft zum Atmen bekommt. Der erste Bossfight ist anstrengend, da man durch den Kampf das Ausweichen durch wegrollen (Taste B) lernen muss, aber mit ein paar gegrillten Fischen oder sonstiger Ration kann man zwischendurch mit Steuerkreuz links mampfen und dann kommt man auch gut durch. Die Kämpfe machen derbe Spaß, egal ob aus der Weite mit dem Bogen oder Nahkampf, Schwierigkeitsgrad Normal ist schon herausfordernd. Die Endbosse muss man sich taktisch zurechtlegen, kein Copy & Paste Verhalten wie z.B. bei Ubisoft. Crimson Desert ist ein Spiel, dass mich gefühlt als Player ernst nimmt und meinen Kopf ein wenig fordert und mir nicht mit Tipps und Warnhinweisen sagt, was ich tun soll. Ein Sandkasten deutlich größer wie Skyrim, der mich einfach mal machen lässt. So zumindest die letzten Stunden nach der 20 stündigen Einführung. Bin gespannt ob es so bleibt.
Ohman .... da glaube ich immer up-to-date zu sein was Games und VR betrifft, zocke Crimson Desert mittlerweile 130 Stunden, hab die Hauptquest durch und sehe dann, dass es da seit Wochen schon eine VR-Mod gibt. Ich fasse es nicht Werd in das Game noch reichlich Zeit investieren, um viele Nebendinge und Entdeckungen abzuarbeiten, weil das einfach grandios ist. Hab 27 der 40 Abyss-Rätsel gelöst, hier und da schon ein paar Sternbilder, hab Hernand fast komplett was Nebenquests betrifft und dennoch gibt es tausend Dinge die noch warten. Bislang mein GOTY und sieht auf meinem 49" in 5.120 x 1.440 fantastisch aus. Hab mit der VR-Mod nur Sorge, dass diese jede Woche krachen geht, wenn wieder das wöchentliche Update rauskommt ...... ------------------- Edit: Mod ist tatsächlich nach dem Patch von vor zwei Tagen broken, aber er bietet eine Early Access Variante der Mod an, mit der das gepacht ist. Kostet allerdings mit Steuern fast 11 Euro und das ist es mir dann doch nicht wert. Danke aber an dich @Batou90210 für den Mod-Hinweis, ich werd es im Auge behalten.